Assoziation – Lernen durch Verknüpfungen

Die moderne gewaltfreie Hundeerziehung beruht auf meheren gewaltfreien Erziehungsmethoden. Hier stelle ich Ihnen die wichtigsten Lernmethoden der Erziehung vor. Das sollte auch das Basiswissen, eines jeden Hundehalters sein.

                   

Klassische Konditionierung (oder assoziatives Lernen)
Hier werden gewünschte Verhaltensweisen gleichzeitig mit Dingen, beispielsweise einer Belohnung, verknüpft. Es geht um Ankündigungseffekte die mit bestimmten Dingen verknüpft sind, wie z.B. ein Markersignal (Glöckchen) kündigt das Fressen an. Für das Verhalten und das Zurechtfinden in der Umwelt, ist es wichtig zu lernen, welche Dinge welche Ereignisse ankündigen.

Gegenkonditionierung ist eine Methode der kl. Konditionierung.
Bei der Gegenkonditionierung soll eine unangenehme Reaktion auf einen Auslöser in eine angenehme Reaktion verwandelt werden. Sobald sich die zugrunde liegende emotionale Reaktion des Hundes verändert, wird er auch anders auf den Auslöser reagieren. Diese Konditionierung wird erreicht, indem der Auslöser wird mit etwas verbindet, dass der Hund als ganz toll empfindet.

Operante Konditionierung (oder instrumentelles Lernen)
Die operante Konditionierung beinhaltet Konsequenzen - eine Ursache verursacht eine andere. Ein Hund zeigt ein Verhalten, das belohnt wird, eher erneut, z. B. wenn ein Hund für Sitz ein Leckerli bekommt. Ein anderes Beispiel ist das Bellen und Jaulen vor einer verschlossenen Tür und Ihrer Abwesenheit. Betreten Sie den Raum während Ihr Hund jault, verknüpft er dies als Erfolg: Jaulen = Frauchen kommt! Warten Sie jedoch ab, bis Ihr Hund sich beruhigt hat und betreten dann den Raum, erreichen Sie Ihr Ziel.

Systematische Desensibilisierung ist eine Methode der klassischen Konditionierung. Dabei wird der Hund einem bestimmten Reiz ausgesetzt, wo die Abstand, die Dauer und der Ablenkungsgrad genau kontrolliert werden. Der Hund wird genau kontrollierten Situationen ausgesetzt, dass er dabei keine sensibilisierte Reaktion erlebt und sich an den Reiz in dieser Stärke gewöhnt. Nach diesem ersten Schritt der Gewöhnung, wird der Auslösereiz systematisch verstärkt. Diese Steigerung wird in winzigen Schritten vorgenommen.

Gewöhnung (Habituation)
Durch Gewöhnung fühlt sich der Hund, wenn er einen Angstauslöser wiederholt ausgesetzt wird, in dessen Gegenward wohl. Diese Gewöhnungseffekte betreffen immer nur einen spezifischen Reiz.
Man kann Hunde in der Hundeerziehung an Lärm oder Gerüche gewöhnen. Welpen beispielsweise sollten zum geeigneten Zeitpunkt an Alltagsgeräusche und Situationen gewöhnt werden, damit diese sich später selbstsicher dagegen entwickeln.

Freeshaping (Freies Formen)
Der Hund soll ohne Hilfe herausfinden, welche Handlung ihn dem Endziel näher bringt. Verstärkt wird hierbei jedes positive Verhalten, mit einem Marker und Motivation. Das ist für alle Hunde geeignet, aber der Halter sollte davon überzeugt sein. Hier wird ein Klicker verwendet, alternativ ein Wort.







Hunde brauchen regelmäßige Pausen im Teamtraining, um das gelernte zu verarbeiten. Während des Schlafens verarbeitet das Gehirn das Gelernte.

 


Gabi Mohanty: Erlangen: Handy: 0176 / 38 48 17 62
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