Ein Hund zieht ein - Ratgeber - Hundekauf

Wer sich einen Hund kauft, übernimmt für viele Jahre eine große Verantwortung. Die Anschaffung eines Tieres sollte immer gut bedacht sein! SIE übernehmen die Verantwortung für einen Hund und tragen diese nicht an Dritte weiter, schon gar nicht an Kinder. Kinder können bis zu einem gewissen Alter, keine Verantwortung für Hunde übernehmen, weder beim Gassi gehen noch zu Hause, weder beim Spielen oder Füttern. Kinder sehen wie Sie den Hund erziehen und mit ihm arbeiten und möchten gerne selbst ausprobieren.Das kann gefährlich für das Kind werden. Kinder lassen sich auch nicht von Kindern erziehen! Das müssen Sie selbst machen.
Wenn der Hund nicht so "funktioniert", wie erwartet, kann das Kind den Hund auch zerren oder treten. Die hündische Individualdistanz, muss immer berücksichtigt werden. Hunde sind kein Ersatz für Kuscheltiere und sind kein Spielzeug. Kaufen Sie keinen Hund, weil Sie für Ihre Kinder ein lebendiges Spielzeug brauchen. Das ist verantwortungslos und tierschutzrelevant.

Kann ich den Anforderungen eines Hundes gerecht werden?
Zeit
Ist ausreichend Zeit vorhanden um sich regelmäßig mit dem Hund zu beschäftigen, mit ihm zu spielen, ihn Aufmerksamkeit schenken in Form von Ansprache und ihn am eigenen Alltag teilnehmen zu lassen? Hunde mögen nicht gerne alleine sein, vier Stunden sollten nicht überschritten werden. Sie brauchen viel Zeit für Spaziergänge, Fellpflege, Mahlzeiten zubereiten, streicheln und spielen, es hängt von der jeweiligen Rasse und/oder Wesensart des Hundes ab. Dem einen reicht es, wenn sein Besitzer einfach nur da ist, der nächste Hund möchte viel spielen oder braucht seine Streicheleinheiten.

Platz
Ein Garten schafft viel Vorteile, aber nur für den Hundebesitzer. Ein Hund braucht seine Spaziergänge; er braucht den Austausch von Sozialkontakten und Geruchsbotschaften. Wichtig ist es, mit dem Hund regelmäßig spazieren zu gehen und ihn körperlich und geistig zu fordern. Ein Hund sollte sich einmal am Tag richtig austoben können.

Treppen
Viele Treppen sind für Molosserarten, Teckel, Bassets oder Irische Wolfshunde ungeeignet. Auch Hunde mit Hüftdysplasie (HD) bekommen hier Schwierigkeiten. Zudem darf nicht außer Acht gelassen werden, dass der Hund älter wird und dann evtl. Schwierigkeiten mit den Treppen bekommt.

Eigene Kondition
Auch darüber sollte man nachdenken. Einen lebhaften, ungestümen Hund muss man halten können. Um sich nicht zu überfordern, sollte genau geprüft werden, welche Rasse welche Anforderungen an die körperliche Belastbarkeit stellt. Ein zu wenig geforderter Hund, wird unerfreuliche Unarten entwickeln, wie Verhaltensstörungen, Aggressionen gegen anderen Hunden, Kindern und Menschen.

Kosten
Sind die Bereitschaft und das Geld vorhanden, den Hund regelmäßig zu impfen, entwurmen, gegen Parasiten schützen zu lassen sowie bei Krankheitssymtomen oder Unfällen sofort den Tierarzt aufzusuchen? Sind weiterhin die Kosten für hochwertiges Futter und Leckerchen, Spielzeug sowie Hundezubehör, eingeplant. Beiträge für eine Tierhalter-Haftpflicht-Versicherung und Hundesteuer kommen jährlich hinzu. Erkundigen Sie sich beim Ordnungsamt.

Allergiker, Familie und andere Haustiere
Ist man selbst oder aus der Familie allergisch gegen Hundehaare? Kinder und ältere Personen im Haushalt bedürfen besondere Berücksichtigung. Gerade Alleinstehende brauchen den Hund als Sozialpartner. Es muss unbedingt vorher abgeklärt werden, wer sich um den Hund in ihrer Abwesenheit kümmert, wenn die Person krank wird, zur Kur geht alleine in den Urlaub fährt etc. Was wird aus dem Hund, wenn ein anderer Partner dazu kommt, der den Hund nicht leiden kann? Wird der Hund dann abgeschoben in ein Tierheim?

Soll es ein Welpe sein oder ein erwachsenes Tier! Eine Chance für Hunde aus dem Tierheim
Welpen beanspruchen viel Zeit und Geduld, bis sie erzogen sind! Hier werden die meisten Fehler in der Erziehung gemacht, weil der Mensch nicht konsequent ist. Bei einem erwachsenen normal entwickelten Hund, ist seine Persönlichkeit bereits gefestigt und er wird seinen Platz in der sozialen Gruppe schnell finden. Ausgesetzte oder vernachlassigte Tiere werden von Tierheimen oder privaten Hundeschutz-organisationen vermittelt. Hier benötigt man öfters professionelle Hilfe.

Rasse oder Hundetyp-die richtige Wahl!!!
Nehmen Sie sich die Zeit, die einzelnen Rassen auf sich wirken zu lassen. Informieren Sie sich bei einem Hundeberater oder über Fachbücher, setzen Sie sich mit Zuchtvereinen der Rassen Ihrer engeren Wahl, in Verbindung.

  • Hundeglück...
  • Auf und davon...
  • Ein Herz und eine Seele!

Ausführliche Informationen zu den Hunderassen:
www.hunde-verzeichnis.de

Adressen der Tierheime in Deutschland finden Sie hier:
www.tierheim-nuernberg.de
www.tierheim-erlangen.de
www.tierheim-plauen.de
www.tierschutzbund.de

 


Gabi Mohanty: Erlangen: Handy: 0176 / 38 48 17 62
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